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Ein Meilenstein im Wein- und Obstbau

8.1 Prototyp

Adam Rodach ist im Kreis "Südliche Weinstrasse". kein Unbekannter. Weiß man doch, wie gerade er im Zuge der Modernisierung der Landwirtschaft und speziell im Wein- und Obstbau Wege gegangen ist, den landwirtschaftlichen Betrieb wirtschaftlich zu gestalten. Den Kopf dieses Praktikers (er war Winzer und Lohnunternehmer) bewegte seit Kriegsende nur ein Problem, ein Gerät für den Winzer zu konstruieren, das allen Anforderungen gewachsen ist. In der Zeit gab es noch kein Motorgerät, das von 1 Mann bedient werden konnte und andererseits in der Handhabung leicht zu betätigen gewesen wäre. Fahrsicherheit und Geländegängigkeit schwebten ihm dabei als oberstes Ziel vor. Die Maschine sollte dabei Arbeitskräfte und Zeit ersparen und vor allem billig in der Unterhaltung sein. 1948 war dann die Idee schon zu einer realistischen Vorstellung gereift.
Nachfolgend stelle ich an Hand eines Auszuges aus der Patentschrift, das technische Prinzip dieses Schleppers schematisch dar: Die Erfindung überwindet alle Nachteile der bisher bekannt ge-wordenen Weinbergschlepper und -fahrzeuge durch eine neue Kon-struktion der Lenkung und des Antriebs, die anhand der Zeichnung (Prinzipdarstellung) im folgenden näher beschrieben wird. Der Schlepper ist mit zwei parallelen, starren Achsen 1 und 2 ausgerüstet, auf denen je 2 Räder angebracht sind.Mit 3 und 4 sind die Vorderräder, mit 5 und 6 die Hinterräder bezeichnet.

Von einem nicht dargestellten Dieselmotor werden zweck-mäßig über ein Zahnradwechselgetriebe, gleichzeitig zwei Kupplungs-kegel 7, 8 angetrieben. Jeder dieser Kegel arbeitet mit einem Kupplungsteil 9 bzw. 10 zusammen, die fest mit dem zugehörigen Rad ver-bunden sind. Die Kupplungsteile sind mit Kettenrädern ausgerüstet und übertragen das Dreh-

Prinzipdarstellung aus der Patentschrift

moment mittels Ketten 11 und 12 auf Kettenräder 13 bzw. 14. Werden beide Kupplungskegel eingedrückt, so werden alle 4 Räder des Schleppers synchron angetrieben, und das Fahr-zeug bewegt sich geradeaus. Wird eine der beiden Kupplungen ausgekuppelt, so drehen sich lediglich die beiden Räder der einen Fahrzeugseite, mit der Wirkung, dass sich das Fahrzeug rutschend herumdreht, wobei es möglich ist, eine Drehung auf der Stelle zu erreichen. Dem neuen Schlepper fehlt das Lenkrad, so dass der Fahrer beide Hände frei hat, um anderweitige Arbeiten zu verrichten. Die Betätigung der bei-den Kupplungen kann durch die Füße des Fahrers erfolgen.

Varimot Ausstellung

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